10 Studenten der Universität-Oldenburg waren eingeladen zur
51.Tagung der Nobelpreisträger in Lindau
(17.Treffen der Laureaten für Physik)
Im Juni 2001 fand in Lindau das 17.Treffen der Physiknobelpreisträger statt.
Neben über 600 Studenten aus der ganzen Welt wurden auch zehn Studenten aus
Oldenburg zu der Nobelpreisträgertagung in Lindau geladen. Ziel dieser Veranstaltung ist es den Kontakt zwischen Nachwugswissenschaftlern und den "alten Hasen", sowie ihrer aktuellen Forschung herzustellen und Motivation zu vermitteln.
Bei der Eröffnung der Tagung sprach neben der Präsidentin Gräfin
Sonja Bernadotte und deR Oberbürgermeisterin Petra Meier auch Bundespresident a.D. Prof. Roman Herzog, der in den Ehrensenat der Stiftung "Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee" aufgenommen wurde. Er bekannte, dass wohl sein
größter Verdienst an die Physik der Abbruch seines Physikstudiums nach einem Semester war.
Nach der Vorstellung und der Begrüßung der Gäste und der Nobelpreisträger-
fand eine Podiumsdiskussion mit sechs der insgesamt
18 auf der Tagung anwesenden Laureaten statt.
Nach einführenden Kurzvorträgen diskutierten
Prof. Zhores Alferov, Prof. Leo Asaki, Prof. Klaus von Klitzing,
Prof. Herbert Kroemer, Prof. Douglas Osheroff und Prof. William
Phillips unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Anders Bárány
über das Thema "Von der Grundlagenforschung zur Anwendung".
Hierbei stellten sie explizit heraus, dass es keine direkte
Verbindung von wissenschaftlicher Grundlagenforschung und
finanziellen Profit gibt, dieser jedoch auf Human
Capital and Generation of new Knowlege basiert,
dies beides sind aber Resultate der wissenschaftlicher
Grundlagenforschung.
Am Dienstag und Mittwoch vormittags und nachmittags berichteten die Preisträger
in 16 Vorträgen über neuste Ergebnisse ihrer
Forschertätigkeit aus den Gebieten der Quanten-, Festkörper-,
Bio-,Astro-, Kern-, und Hochernergiephysik. Ergänzt wurde dieses
Programm durch Vorträge mit fachübergreifenden Inhalt.
Nachmittags gab es für die Studenten außerdem noch die Gelegenheit sich mit den
Preisträger zu freien Diskussionen in Kleingruppen zu treffen.
Die Laureaten nutzten die Gelegenheit um Fachwissen, sowie
Lebenserfahrung zu vermitteln und die Studenten konnten Fragen zum Beispiel zu den gehaltenen Vorträgen
stellen oder die Meinung der Nobelpreisträger zu aktuellen
Forschungsprojekten einholen.
Eine zweite Podiumsdiskussion fand am Donnerstag statt. Diesmal widmeten sich
Prof. Werner Arber , Prof. Steven Chu, Prof. Ivar Glaever, Prof.
Robert Laughlin und Prof. William Phillips unter der dem Vorsitz von
Prof. Werner Arber dem Thema "Die Bedeutung der Physik für
die Lebenswissenschaften".
Am Freitag ging es zum Abschluss für alle Tagungsteilnehmer mit dem Schiff zur Insel
Mainau, dort auf Schloss Mainau endete die Tagung dann offiziell mit
einer Verabschiedung durch die Gräfin Bernadotte, dem Vertreter
der indischen Delegation und Prof. Herbert Kroemer.
Abschließend ist zu
sagen, dass die Nobelpreisträgertagung in Lindau eine mehr als
lohnende Erfahrung für jeden Studenten ist. Sie bot uns die
einzigartige Möglichkeit zur Diskussion und persönlichen
Begegnung mit den Laureaten unseres Faches, sowie die mit Studenten
von anderen Universitäten und aus aller Welt Kontakt
aufzunehmen.
Bericht von Stephan Ernst und Dirk Stiefs