
Leo Esaki Tsukuba, JapanGeb. am 12. März 1925 in Osaka, Japan.
Physikstudium an der Universität Tokio und Promotion 1959. Ab 1956 leitender Physiker der Firma Sony, wo er die Tunneldiode entwickelt, die Basis für den Nobelpreis war.
Ab 1960 als IBM-Fellow am Wissenschaftszentrum der IBM in Yorktown Heights/New York. Nobelpreis 1973 zusammen mit Ivar Giaever und Brian Josephson für die Entdeckung des
Tunneleffekts in Halbleitern und Supraleitern. Beim Tunneleffekt durchdringen ("tunneln") Teilchen eine schmale "verbotene" Zone, obwohl dort potentielle Energie höher ist
als die kinetische Energie des Teilchens; die nach der klassischen Physik zu erwartende Reflexion des Teilchens findet nicht statt. Technische angewendet wird die Tunneldiode
z.B. als superschneller Schalter. Leo Esaki besucht die Tagung zum siebten Mal.
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Ernst-Otto Fischer MünchenGeb. am 12. November 1918 in München.
1946-49 Chemiestudium an der TH München; ab 1955 nach seiner Habilitation über "Metallverbindungen des Cyclopentadiens (Kohlenwasser- stoff)" dort Dozent; von 1964 bis 1984
Professor für anorganische Chemie an der TU München. Nobelpreis 1973 mit Geoffrey Wilkinson für Arbeiten über metallorganische Verbindungen, das sind chemische Verbindungen,
bei denen Metalle an Kohlenstoffreste gebunden sind. Fischer entwickelte dazu ein eigenes Strukturmodell, das er durch Röntgenbeugungsstrukturanalyse beweisen konnte (auch "
Sandwich- Komplexe" genannt). Seine Arbeit wurde angewandt in der homogenen Katalyse bei Reaktionen mit ungesättigten Kohlenwasserstoffen, die auch in der Industrie von Interesse sind.
Fischer ist der treuste Lindau-Besucher und zum 28. Mal auf der Tagung.
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Ivar Giaever Troy, USAGeb. am 5.April 1929 in Bergen (Norwegen).
1948-52 Ingenieursstudium am Norwegischen Institut für Technologie in Trondheim. 1954 wanderte er nach Kanada aus, wo er in einem Architektur- büro und danach als Ingenieur bei General
Electrics arbeitete. 1956 Wechsel in die USA. Dort Studium und Promotion in Troy/New York. Von 1958- 1969 arbeitet Ivar Giaever auf dem Gebiet der Supraleitung (verlustfreie Leitung
des elektrischen Stroms) und des Tunneleffekts (siehe "Esaki"). Während eines Forschungsaufenthalts in England beschäftigte er sich mit biophysikalischen Problemen und entwickelte
eine Methode zum Nachweis von Immunreaktionen. Nobelpreis 1973 zusammen mit Leo Esaki und Brian Josephson für die Entdeckung der Tunneleffekte in Halbleitern und Supraleitern. Ivar
Giaevver ist zum 11. Mal auf der Nobelpreisträgertagung dabei.
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