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Das Segellexikon von A bis Z
Abdrift
Seitliche Versetzung des Bootes durch die oberhalb des Wassers
angreifenden Windkräfte. Entgegen wirkt der
abfallen
Den Bug des Schiffes vom Wind weg drehen
achtern
(nach) hinten
Anker
Schwerer Metallgegenstand mit großem Haken. Tritt in
verschiednen Formen auf. Dient dazu ein Schiff am Grund zu befestigen. Man sollte das dreifache der Wassertiefe an Ankerleine geben, damit der Anker sich waagerecht eingraben kann. Beim Ankerlichten befreit sich der Anker durch Zug nach oben im allgemeinen selbständig.
anluven
Den Bug des Schiffes mehr gegen den Wind drehen.
Backbord
linke Schiffsseite (vom Heck aus gesehen).
Backstag
den Mast von hinten haltendes [Draht]seil
Beiboot
Dingi, Rettungsboot, Rettungszille (österr.), Geleitboot, Barkasse, Schaluppe, Gig, Jolle
beidrehen
die Fahrt verlangsamen, einen Sturm abwettern, z.B. durch Backstehenlassen der Fock, gerefftes Gross und scharfes Stützruder.
Beaufort-Skala
nach dem brit. Admiral und Hydrographen Sir F.)Beaufort, *)1774, †)1857], Skala zur Abschätzung der Windstärke nach beobachteten Wirkungen.
0-2 wird als Flaute bezeichnet
3-4 kann man schon segeln
5-6 unkritisch und zügig segeln
7-8 je nach Erfahrung ideal muss aber u.U. schon gerefft werden
9-10 Sturm, hierbei sollte man nicht mehr auf dem Wasser sein.
Besan
a) Segel am hintersten Mast; b) der hinterste Mast;
Bilge
Die Bilge ist der Raum zwischen dem begehbaren Boden des Innenraums und dem Schiffsboden. In der Bilge sammelt sich neben Kondenswasser das Leckwasser aus der Stopfbuchse der Propellerantriebswelle und dem Kühlwasserkreislauf sowie das Lecköl aus den Treibstoff-und Schmierölkreisläufen. Bei Servicearbeiten im Maschinenraum gelangen neben Öl und Wasser auch Frost- und Korrosionsschutzmittel in die Bilge. Sie muss deshalb periodisch gelenzt, d.h. entsorgt werden. (Bilgenpumpe) Manch ein Skipper behauptet, in der Bilge lebe das sogenannte Bilgenschwein, das sich von dieser Mixtur ernährt. Die oft eigentümlichen schmatzenden Geräusche aus der Bilge können aber auch durch die Schiffsbewegungen dieser Mischung aus Schwitzwasser, Brennstoff und Öl verursacht werden.
Boje
Am Grund verankerter Schwimmkörper; schwimmendes Seezeichen (z.)T. Heul- oder Leucht-B.), Anker-B. (zur Anzeige des Ankers unter Wasser) oder Festmache-B. (zum Festmachen von Schiffen). (Auch "Tonne" genannt")
Bug
Vorderteil eines Schiffes
bunkern
in den Bunker füllen; Brennstoff aufnehmen [von Schiffen],
Lebensmittel und Gepäck an Bord bringen
Crew
meist schwere unbewegliche Gegenstände an Bord von Segelyachten, die dazu dienen, dumme Sprüche abzulassen, die Ecken von Seekarten zu halten, Fender auszubringen und den Baum -mit ihrem oberen Ende (Kopf)- bei abrupten ungeplanten Bewegungen zu bremsen.
Deck
[niederdt.], urspr. Bez. für den waagrechten Abschluß eines Schiffsrumpfes; heute allg. Bez. für jede waagrechte Unterteilung des Schiffsrumpfes (z.)B. Ober- oder Haupt-D., Zwischen-D., Peil-D., Promenaden-D.); auch Bez. für den freien Raum zw. zwei Decks. Etage(n) eines Schiffes auf denen man sich aufhalten und bewegen kann.
Deviation
Abweichung, - der Kompaßnadel durch Eigenmagnetismus des Bootes. Die Deviation ist schiffspezifisch, und wird für ein Boot in einer Deviationstabelle zusammengestellt. Besonders betroffen sind Stahlschiffe.
Dirk
ein Tau/ Drahtseil vom Topp zum Halten des Großbaums bei nicht gesetztem Großsegel
einpicken
einhaken
Fall
ein Tau, meistens am oder im Mast geführt zum Setzen der Segel
Fender
Abwehrer, Verteidiger mit Kork od. Tauwerk gefülltes Kissen zum Schutz der Schiffsaußenseite beim Anlegen am Kai u. ä.
fieren
Tau ablaufen lassen, herablassen, lockern
Fittings
Sammelbez. für Verbindungsstücke zum Verschrauben oder Verlöten z.B. von Wasserleitungsrohren (Muffen, T-Stücke u.a.).
Fock
Vorsegel; unterstes Rahsegel des Vormastes; (Auf Regattaschiffen mit mehreren Segeln auch "Genua 3" genannt: das kleinste Vorsegel)
Freibier
Zeitvertreib an Land
Freibord
Höhe der Bordwand von der Wasserlinie zum Deck
Funknavigation
(Funkortung), die Navigation von Wasser- oder Luftfahrzeugen mit Hilfe von Funksignalen, die von ortsfesten Funkfeuern ausgesendet und von bordeigenen Funkpeilern empfangen werden oder von Bordsendern abgestrahlt und als reflektierte Signale empfangen werden. Bei den Richtempfangsverfahren wird die Richtungsabhängigkeit der Antennenspannung einer Richtantenne ausgenutzt (z.)B. beim Radio- oder Funkkompaß). Bei Differenzentfernungsmeßverfahren werden Entfernungen zu verschiedenen Bodenstationen aus den Laufzeitdifferenzen gleichzeitig ausgesendeter Impulse bestimmt (Loran-Verfahren) oder aus den Phasendifferenzen zw. gleichfrequenten elektromagnet. Wellen (DeccaNavigator-System). Radarverfahren (Doppler-Radar) dienen in der Schiffahrt u.a. zur Ermittlung des Standorts und des Kurses bei Nacht und schlechter Sicht
Gaffel
am oberen Teil eines Schiffsmastes angebrachtes, schräg nach hinten aufwärts ragendes Rundholz, an dem die Oberkante des Gaffelsegels befestigt wird
Genua
[nach dem erstmaligen Auftauchen dieses Segels 1927 bei einer Regatta in Genua] großes, den Mast u. das Großsegel stark überlappendes Vorsegel.
Gezeiten
Massenbewegungen der Atmosphäre, des Erdkörpers und, bes. auffallend, des Meeres, die verursacht werden durch das Zusammenwirken von Schwer- und Fliehkräften, die bei der Bewegung des Mondes um die Erde und bei der Bewegung der Erde um die Sonne entstehen. Die G. des Meeres (Tiden) äußern sich bes. an den Küsten, zumeist als zweimal tägl. (im Abstand von 12 Std. 25 Min.) Ansteigen (= Flut) und Absinken (= Ebbe) des Meeresspiegels. Bei Neu- und Vollmond verstärken sich die G. zu kräftigen
GPS
Abk. für Global Positioning System, das gegenwärtig modernste digitale Satellitennavigationssystem, mit dem bei Empfang von mindestens 4 Satellitensignalen weltweit eine exakte Positionsbestimmung (auf einige Meter genau) möglich ist.
Gradnetz
jedes die Oberfläche der Planeten oder die Himmelskugel dem geograph. G. entsprechend unterteilendes Liniennetz, i.)e.)S. das aus Längenkreisen und Breitenkreisen gebildete Netz der als Kugel oder Rotationsellipsoid betrachteten Erdoberfläche. Die sich von Pol zu Pol erstreckenden Meridiane sind die Hälften von Großkreisen, die sich in beiden Polen schneiden; Nullmeridian ist der Meridian von Greenwich. Von den Breitenkreisen ist nur der Äquator ein Großkreis, während die parallel verlaufenden Breitenkreise polwärts immer kleiner werden.
Grundsee
eine kurze, steile, auch überkommende Welle, die durch Auflaufen einer aus tiefem Wasser kommenden langen Welle auf Untiefen und vor flachen
Küsten entsteht
halsen
Ein segelndes Schiff bei dem der Wind von vorlicher als achtern einfällt so stark vom Wind abfallen lassen, dass das Heck durch den Wind läuft, und sich so der Bug und die Segelstellung ändert. Bei starkem Wind ist die Halse gefährlicher und schwieriger, als die Wende, da die Lage des Grossbaums bei der Wende höchst instabil ist (singuläre Segelstellung bei achterlichem Wind parallel zum Grossbaum) und ein heftiges Umschlagen des Grossegels Schaden anrichten kann.
Heck
der hintere Teil eines Fahrzeugs, insbes. eines Schiffes. H.formen: das bei Fracht- und Fahrgastschiffen sowie bei größeren Kriegsschiffen bevorzugte Kreuzer-H., das v.)a. bei Motorbooten und schnellen Kriegsschiffen zu findende Spiegel- oder Plattgatt-H., das für Rennjachten verwendete Jacht-H., das bei Fischkuttern anzutreffende Spitzgatt-H. u.a.
Kajüte
Wohn-, Aufenthaltsraum auf Schiffen
Katamaran
schnelles Segelboot mit Doppelrumpf
Kartennetzentwurf
(Kartenprojektion), Darstellung der Erde oder von Teilen von ihr in einer Ebene. Da alle Punkte der Erde mit Hilfe des Gradnetzes bestimmt werden können, wird bei einem K. das Gradnetz in eine Ebene projiziert und dabei verzerrt, da eine Kugelfläche nur so auf einer Ebene dargestellt werden kann. Mit Hilfe mathemat. Berechnungen kann die Erde entweder längentreu (abstandstreu), flächentreu oder winkeltreu abgebildet werden. Es gibt drei grundsätzl. Möglichkeiten, die Erde auf eine Fläche zu projizieren. 1. Zylinderprojektion : Hierbei wird um die Erde ein Zylinder gelegt, der verschiedene Achsenlage haben kann. Zu dieser Projektionsart gehört u.)a. die Mercatorprojektion, bei der sich Längen- und Breitenkreise senkrecht schneiden; sie ist weder abstands- noch flächen-, aber winkeltreu; nach den Polen zu nimmt die Verzerrung überhand, weshalb Mercatorprojektionen meist nur bis 70º oder 80º nördl. oder südl. Breite reichen. 2. Kegelprojektion: Bei ihr wird ein Kegel über die Erde gestülpt; im Normalfall fällt die Kegelachse mit der Erdachse zusammen. 3. Azimutalprojektion : Bei ihr ist die Projektionsfläche eine Ebene, die die Erde in einem Punkt berührt. Meist bildet ein Pol den Mittelpunkt der Projektion. Eine solche Projektion kann daher nur eine Halbkugel der Erde abbilden.
Kiel
Ein Ballastkiel dient zur weitestgehenden Vermeidung eines Kenterns des Bootes, indem er ein Gegengewicht zu den oberhalb der Wasserlinie angreifenden Windkräften bildet. Außerdem erhöht er die seitliche Widerstandsfläche und verringert dadurch die Abdrift des Bootes Der Ballastkiel besteht meist aus Eisen oder Blei und ist stromlinienförmig gestaltet. Beim Kimmkieler sind statt des einen Ballastkiels in der Schiffsmitte zwei "Flossen" parallel unter dem Rumpf montiert.
Ketsch
ein zweimastiges Segelboot, bei dem der Besanmast (hinterer Mast) vor od. überhalb des Ruders bzw. innerhalb der Wasserlinie steht (vgl. Yawl)
Klüver
dreieckiges Vorsegel, das am Klüverbaum, also noch vor der Bugspitze des Rumfs, befestigt ist
Klüverbaum
über den Bug hinausragendes, einziehbares Rundholz zum Befestigen des Klüvers
Koje
kastenartiges, eingebautes Bett auf Schiffen; auch Verschlag zum Aufbewahren, z.)B. von Segeln
Kutter
1) Bez. für hochgetakelte Jachten mit mehr als einem Vorsegel. 2) (Fisch-K.) motorgetriebenes Fischereifahrzeug für die Küsten-, aber auch Hochseefischerei mit dem Schleppnetz.
Krängung
durch Wind oder Seegang verursachte nach Lee gerichtete Neigung eines Schiffs um die Längsachse. (=Das Boot steht schief!)
Längen und Breitengrade
siehe Gradnetz
Lateralplan
Fläche des Längsschnittes desjenigen Schiffsteils, der unter Wasser liegt (Seew.).
Lee
die dem Wind abgekehrte Seite
Leegerwall
Wenn ein Boot auf Legerwall liegt befindet sich die Küste in Lee Wind und Wellen sind auflandig. Kann zu einer prekären Situatiuon führen, wenn man sich aus eigener Kraft nicht daraus befreien kann.
lenzen
vor schwerem Sturm mit stark gerefften Segeln laufen; leer pumpen
Liek
Tauwerk als Einfassung eines Segels; Unter-, Vor-, Achter-liek,
Log
(Logge), Gerät zum Messen (Loggen) der Schiffsgeschwindigkeit relativ zum Wasser. Man unterscheidet: 1. Hand-L., ein aufrecht im Wasser an einer Leine schwimmendes Holzbrett; die Leine ist mit Markierungsknoten versehen; man zählt die pro Minute auslaufenden Knoten; 2. Patent-L., eine an einer Leine mitgeschleppte, sich drehende Schraube; die Geschwindigkeit wird direkt von einer Meßuhr abgelesen; 3. Staudruck-L., bei verschiedenen Geschwindigkeiten ändern sich die hydrodynamischen Druckverhältnisse am Schiffsboden; durch Messung der Druckdifferenzen wird die Geschwindigkeit bestimmt.
Luv
die dem Wind zugekehrte Seite eines Schiffes, Segels o.ä.- Ggs. Lee.
Mißweisung
Die Abweichung der Feldlinien von rechtweisend Nord. Was durch die nicht exakte Übereinstimmung zwischen Karten- und Magnetischem Nordpol hervorgerufen wird. Die Missweisung haengt nur von Ort und Zeit ab und ist in den Seekarten eingetragen (also abzulesen). Missweisender Kurs und Missweisung ergeben den rechtweisenden Kurs.
Navigation
das Führen eines Wasser-, Luft- oder Raumfahrzeugs von einem Ausgangsort auf bestimmtem Wege zu einem Zielort, einschließl. der dazu erforderl. Meß- und Rechenvorgänge. I.)e.)S. die Planung und Überwachung der Fahrzeugbewegung in möglichst optimaler Weise. Man unterscheidet: 1. terrestr. und Sicht-N. ; Ausnutzung der naturgegebenen Eigenschaften der Erde, z.)B. der Sicht (Sichtpeilung), des Erdgravitationsfeldes (Lot, Horizont), des Erdmagnetfeldes (Magnetkompaß), der Erddrehung (Kreiselkompaß), der Atmosphäre und Hydrosphäre (durch Fahrtmesser, Höhenmesser, Variometer); 2. Funknavigation; 3. Schall-N.: Ausnutzung der Ausbreitungseigenschaften von Schallwellen (Echolot, Sonar); 4. Astronavigation; 5. Trägheitsnavigation; 6. Satellitennavigation
Peilung
die Bestimmung einer Richtung bzw. eines Winkels bezügl. einer Bezugsrichtung; als Kompaß-P. auf Kompaßnord, als Seiten-P. auf die Mittelschiffslinie bzw. Flugzeuglängsachse bezogen. Als Kreuz-P. bezeichnet man die Standortbestimmung aufgrund mehrerer P. (Bestimmung des Schnittpunkts der ermittelten Peilstandlinien). Eine Funk-P. zu Navigationszwecken z. B. bei Schiffen und Flugzeugen wird mittels Funkempfänger und richtungsempfindl. Antenne durchgeführt.
Pier
ins Wasser reichende Anlegeanlage für Boote und Schiffe
Pinne
[Kompaß]stift; Teil des Hammers; bes. nordd. für Reißzwecke; Seemannsspr. Hebelarm am Steuerruder
Püttings
Befestigungsschlaufen an Deck, an denen die Wanten befestigt sind
Pütz
Pütz (kleines Gefäß zum lenzen)
Ree!
Ausfuehrungskommando fuer bestimmte Ankuendigungen z.B klar zur Wende.
Reederei
Gesellschaftsform des Seerechts: Vereinigung mehrerer Personen (Mitreeder), die ein ihnen nach Bruchteilen gehörendes Schiff auf gemeinschaftl. Rechnung verwendet.
Reff
Vorrichtung zum Verkürzen eines Segels
Rigg
gesamte Takelung eines Schiffs ( = Der Mast sammt Wanten, Fallen usw.)
Rumpfgeschwindigkeit
Die von einem Boot in Verdrängerfahrt (nicht beim Gleiten bzw. "Surfen") maximal
erreichbare Geschwindigkeit. Bei einer höheren Geschwindigkeit kommt das
Boot ins Gleiten
Rund Achtern!
Ausruf, wenn das Heck bei der Halse schwenkt
Saling
Horizontale Stange am Mast zur Abstützung der Wanten
Satellitennavigation
Verfahren der Funknavigation, das auf der Auswertung der Funksignale spezieller künstl. Satelliten beruht. Dem Benutzer eines S.systems wird die genaue Bahn und die Weltzeit vom beobachteten Satelliten mitgeteilt, indem Zeitmarken und aktuelle Bahnparameter einer der Sendefrequenzen aufmoduliert und ständig ausgestrahlt werden. Ein Netz von Bodenstationen überwacht die Satellitenbahnen, eine Zentrale berechnet laufend die Bahndaten, die in bestimmten Zeitabständen dem Satelliten über Funk zur Erneuerung der Speicherdaten übermittelt werden. Ein im Ausbau befindl. S.system der USA zur militär. wie zivilen Nutzung ist GPS
Schäkel
U-förmiges Verbindungsglied aus Metall
Schoner
Bez. für ein urspr. 2-, später 3- bis 7mastiges Segelschiff mit Gaffelsegeln. S.jachten sind 2- oder 3mastige Segeljachten.
Schott
Stahlwand im Schiffsrumpf zur gegenseitigen Abgrenzung von Lade-, Maschinen- u.a. Räumen zur Erhöhung der Sinksicherheit und der Festigkeit des Schiffes; (Seemannsspr. wasserdichte [Quer]wand im Schiff)
Schot
Tauwerk, das an einer Spiere oder an einem Segel angreift; damit werden Segel in die gewünschte Stellung gebracht
Segel
Das meist weiße Ding an den Schiffen, das macht, dass die sich vorwärts bewegen
Seemeile
(internat. Seemeile, engl.: [international] nautical mile), Einheitenzeichen INM, in der Seefahrt und Luftfahrt international verwendete Längeneinheit: 1)INM)=)1,852 km. Das Maß entspricht exakt einer Winkelsekunde der Breitenengrade(!) des Globus. (Umfang der Erde ca. 40Tkm / 360 Grad/ 60Sek = 1.852 km)
Segelboote
durch Windkraft fortbewegte Boote, aus Holz, Leichtmetall, Stahl oder Glasfaserkunststoff (GFK) gebaut. Nach ihrer Takelage unterscheidet man einmastige Catboote, Slups oder Kutter, anderthalbmastige Ketschs und Yawls sowie zwei- und mehrmastige Schoner. Die Sport-S. werden nach nat., internat. und olymp. Klassen in Bauart, Takelung und Größe unterschieden. Zur Erreichung von Höchstgeschwindigkeiten benutzt man heute Zweirumpf-S. (Katamaran) und Dreirumpf-S. (Trimaran)
Segelschiff
(Segler), großes, durch Windkraft getriebenes Wasserfahrzeug; nach den Vorschriften des Germanischen Lloyd jedes Schiff, dessen Segelfläche größer als das 1,5fache von Länge mal Breite ist. Man unterscheidet reine S. ohne Hilfsantrieb und Motor- oder Auxiliarsegler. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind die Zahl der Masten (Ein- bis Siebenmaster) und die Art der Segel (Rah- oder Gaffelsegel). Vollschiffe sind immer dreimastige S., bei mehr Masten muß die Anzahl der Masten mitgenannt werden, die ›voll getakelt‹, d.h. rahgetakelt sind; Barken sind Dreimaster, deren hinterster Mast Gaffeltakelung hat. Schoner sind schrat- bzw. gaffelgetakelt
Segelsport
allg. Bez. für das Befahren von Flüssen, Seen und Meeren unter sportl. Gesichtspunkten mit bes. Segelfahrzeugen. Die wichtigsten Bootsklassen sind neben den olymp. Klassen (Soling, Star, Viersiebziger, Flying Dutchman, Finn-Dingi, Katamaran, Tornado) die internat. Klassen (Optimist- Dingi, Moth, Drachen, 420er, OK-Jolle, Vaurien, Star, Laser, A-Katamaran, 505, Flying Junior, Fireball, Contender, Europe, Dart-Katamaran); daneben gibt es verschiedene nat. Klassen. Die Boote der Einheitsklassen sind alle nach demselben Bauplan und sehr enggefaßten Vorschriften gebaut; Konstruktionsklassen dürfen innerhalb von Grenzbestimmungen für Abmessungen und Formen konstruiert werden.- Bei nat. oder internat. Regatten auf Binnenrevieren oder an den Küsten fahren jeweils Boote derselben Bootsklasse gegeneinander. I.d.R. orientiert sich der zu bewältigende Kurs an der olymp. Regattabahn: Auf einem Rundkurs von 2 Seemeilen Durchmesser sind in regelmäßigem Abstand 8 Marken (Bojen) verteilt (bei Finn-Dingis beträgt der Durchmesser etwa 1,5 Seemeilen); die während des Rennens zu umsegelnden Marken werden erst kurz vor dem Start bekanntgegeben; 2-7 Wettfahrten; über die Plazierung entscheidet eine Punktwertung. Bei den Hochseerennen (Inselumsegelungen, Regatten zw. verschiedenen Seehäfen) segeln meist verschiedene Klassen gegeneinander
Skipper
Verantwortlicher Führer einer (Segeljacht). Ihm alleine gehört das Kommando. Sein Wort ist an Bord Gesetz. Wer nicht spurt wird kielgeholt, oder an einer langen Leine hinter dem Schiff durchs Wasser gezogen.
Slup
1. einmastige Jacht mit Groß- u. Vorsegel. 2. kurz für: Sluptakelung (Takelungsart mit Groß- u. Vorsegel).
Sorgleine
Leine mit zwei bis drei entständigen Karabinern zum Sichern eines Crewmitgliedes, mittels einpicken (einhaken) eines Karabiners an einem festen Punkt der Yacht! Darf daher grundsätzlich nicht in die Reling eingepickt werden, da dort im grunde wirkungslos! Wir aber immer wieder falsch gemacht. Meist wird der Fehler allerdings nicht wiederholt.
Spinnaker
ein leichtes, großflächiges Ballonsegel, das auf Sportsegelbooten gesetzt wird, wenn sie vor dem Wind fahren
Springtiden
bedingt durch die Stellung von Sonne und Mond zueinander. Bei Halbmond entstehen die bes. schwachen Nipptiden. Bei Niedrigwasser fallen seichte Teile von Randmeeren trocken (Watt). Der Tidenhub gibt den Höhenunterschied zw. Hoch- und Niedrigwasser an. Er ist im offenen Ozean gering, in Buchten können 20m und mehr erreicht werden. Bei Flüssen wirken sich die G. von der Mündung landeinwärts aus
Stag
Halte-, Stütztau
Steuerbord
rechte Schiffsseite
Tide
regelmäßig wechselnde Bewegung der See, verursacht durch die Anziehungskraft von Mond und Sonne. Springtide: wenn die Anziehungskraft der Sonne die des Modes unterstützt. Niptide: wenn die Anziehungskraft der Sonne die des Modes abschwächt.
Takelung
Art der Takelage eines Schiffes: Rah-T. (Anordnung der Segel quer zum Schiff), Gaffel- bzw. Schoner-T. (Segel in Längsrichtung)
Topp
oberstes Ende eines Mastes
topless
sorgt bei gutem Wetter für nahtlose Bräune des Oberkörpers, auch bei den Seglerinnen!
Törn
Eine zusammenhängende Ausfahrt mit dem Segelboot. Kann ein paar Stunden dauern aber auch Monate. So zu sagen "ein Urlaub".
Verklicker
Anzeiger des scheinbaren Windes auf dem Topp
Wanten
starke Taue oder Drahtseile, die den Mast seitlich stützen
Wenden
Segelmanöver, bei dem man mit dem Bug durch den Wind geht. d.h. man fährt kurze Zeit genau gegen den Wind. (Siehe auch Halsen)
Wasserlinie
Linie, in der der Wasserspiegel den Schiffsrumpf berührt
wenden
ein am Wind segelndes Schiff durch entsprechendes Ruderlegen mit dem Bug durch den Wind drehen (immer weiter anluven), wobei die Segel gleichzeitig auf die andere Seite genommen werden
Yawl
ein zweimastiges Segelboot, bei dem der Besanmast in der Regel nur 50% der Höhe des Großmastes erreicht und hinter dem Ruder ausserhalb der Wasserlinie steht.
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